Der Hohe Kasten bietet eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Möglichkeit zum bestehenden Flugsportangebot im Appenzellerland. Ob für Anfänger oder versierte Gleitschirm-Flieger: ein Flug ab dem Hohen Kasten ist ein aussichtsreiches Höhenerlebnis. Ein absoluter Geheimtipp für alle Kenner und Könner - er hat eine herrliche Abendthermik!
Kurze Übersicht für den Hohen Kasten
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Blick zum Startplatz |
Blick nach Nordwest |
Blick nach Südwest |
Blick zum Rheintal |
STARTPLÄTZE
Weststart S1 (1680m) Schwierigkeit mittel: Ausrichtung WNW; in der Mitte und am südlichen Ende des Sattels, in den man vom Gipfel absteigen muss. Der direkte Weg ist anspruchsvoll, ein Wanderweg ist ausgeschildert. Schwierigkeiten bereiten hier die geringe Distanz zu den unterhalb von Startplatz stehenden Bäumen und der starke Wind, der im Sattel kanalisiert wird.
Schulstartplatz S2 (1680m), mittel: Ausrichtung WNW; auf der nördlichen Seite des Sattels; auch hier ist die Anlaufstrecke bis zu den Bäumen nicht ewig, jedoch ist es relativ steil, und darum kommen auch Flugschüler hier sicher in die Luft; Schulen haben Vorrang. Der Landeplatz ist von Anfang an zu sehen.
Starkwindstart S3 (1560m), mittel: Ausrichtung WNW; da der Kanalisierungseffekt im Sattel den Wind am oberen Startplatz häufig zu stark werden lässt, kann man dem Wanderweg bis zur zweiten Linksbiegung folgen und dort nach ein paar Metern geradeaus in der steilen Wiese den Schirm auslegen (rutscht, nicht ganz einfach); dann natürlich rausfliegen und nicht durch den Sattel spülen lassen.
Oststart S4 (1700m), einfach: Ausrichtung O; sehr beliebt ist der Start am Morgen zu einem langen Gleitflug ins Rheintal: 1250 m Differenz! - Sehr unbeliebt ist die noch viel längere und umständliche Rückfahrt nach Brülisau. Man läuft den ganzen Sattel durch und auf der anderen Seite ein paar Meter den Hang wieder hinauf; sehr schöne Startwiese.
Gleitschirmlandeplatz Brülisau L1 (920m): Grosse Wiese nordöstlich der ersten Seilbahnstütze, direkt an dem einzelstehenden Bauernhaus. Leichte Hanglandung, also mit genug Raumreserve arbeiten, es hebt öfters noch mal. Extrem föhngefährdet! Bei Tal- und Westwind: Rechtsvolte. Bei Bergwind: Linksvolte.
Deltalandeplatz Brülisau L2 (920m): Relativ kleine Wiese nordöstlich von der Kirche. Gelandet wird hangaufwärts nach Osten. Vorher unbedingt ansehen und überlegen, ob man diesem Landeplatz gewachsen sein wird, oder ob man lieber nach Wasserauen ausweicht.
Kabel Sigelbahn K5: Von der Ebenalp her kommend, sieht man die Seile der unregelmässig betriebenen Sigelbahn recht gut; beim Anflug vom Kasten sind sie ein echtes Problem: sie hängen weit ins Gelände hinaus und sind absolut 'unsichtbar' - grossen Bogen fliegen! Gut sichtbar sind die orangefarbenen Kugeln auf Berg- und Talstation.
Kabel Kastenbahn K6: Die Kabel der Kastenbahn sind zwar durchweg relativ gut zu sehen (z.T. Führungsrollen), doch besteht eine gewisse Gefahr dadurch, dass sich sehr viel Flugbetrieb direkt im Kastensattel abspielt, man dabei dochmal näher heranfliegt, und dann von starker Thermik erfasst und Richtung Seile gedrückt wird.
Wildschutzgebiet W3 "Sigel": So schön und unproblematisch die Vorderseite - aus Anflugrichtung Ebenalp - des Alpsigel fliegerisch ist, so wenig hat man auf seiner Rückseite südöstlich verloren. Ein Überfliegen mit mehr als 2000 m ist aber auch hier möglich.
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